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4’33“ am zweiten Advent

7. Dezember 2014

Wie schon die beiden letzten Jahre möchte ich an den Adventssonntagen in meinem oft eher turbulenten Alltagsleben innehalten, ruhig werden und das Stück 4’33” musizieren (lassen). Die Idee stammte ursprünglich von Iren (und noch ursprünglicher von John Cage).
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Dieses Mal liess ich das Stück um 21:43 an meinem Schreibtisch im Schlafzimmer abspielen:

I

Konstantes Summen des Computers – Kratzen von Finger auf Haut – regelmässige Atmung meines Liebsten – Gurgeln meines Magens – Finger auf Papier – eine Seite wird umgeblättert – mein Atem – Rauschen der Heizung

II

die Stimme der Nachbarin – Schritte von oben – Murmeln des Nachbarn – ein Flugzeug irgendwo draussen – Papiergeraschel – im Treppenhaus wird eine Türe geöffnet und wieder geschlossen

 

III

eine Seite wird umgeblättert – das Knallen einer Autotüre draussen – Kratzen auf Stoff – Stimmgemurmel von oben – das Auto fährt weg

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Immer wieder spannend wie sich der Hörradius bei Stille immer weiter ausdehnt…

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2 Kommentare leave one →
  1. 8. Dezember 2014 20:11

    Ich mag Deine 4’33“-Stücke. Und es stimmt, man hört ganz anders, wenn es still/dunkel/spät ist.
    Alles Liebe, Martina 🙂

    • 14. Dezember 2014 21:37

      Danke 🙂 Ich mag sie auch, auch wenn sie manchmal ganz schön persönlich sind, es fühlt sich bei schreiben so intim an irgendwie…
      Ganz liebi grüäss, anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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