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Blick zurück: Sommer 2014

2. September 2014

Ein kurzer Blick zurück am Ende jedes Monats um dann mit neuer Energie in den nächsten Monat zu starten.

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Mein letzter Blick zurück ist schon eeeewig her (April!) und nun möchte ich versuchen diese Reihe wieder zu beleben. Erfolg ungewiss 😉  Und weil der Sommer hier eh schon längstens vorbei zu sein scheint oder gar nie wirklich richtig da war, blicke ich heute auf den Sommer zurück – auch wenn er kalendertechnisch eigentlich noch in Betrieb sein sollte…

Unsere Themen des Sommers

Mangel – Mein Sommer war geprägt von Mangel an Geduld, Energie und Nerven. Vor allem aber von Mangel an Vitamin B12, wie sich bei meiner Ärztin schliesslich herausstellte. Nach 3 Spritzen und einer tüchtigen Portion Urlaubsgenuss geht es mir und dadurch auch meinem Umfeld wieder viel besser… Ich bin so dankbar!

Wandel  – Nicht nur der Wandel von Zombie zu wiederbelebter Mutter war hier zu beobachten, nein in diesem Sommer wuchs im Hause Raniso ein Kindergartenkind zum 1. Klasskind und ein Spielgruppenmädchen zum Kindergartenräupli heran. Der Wandel erfolgte in Grösse, Sprache und Verhalten. Meine anfänglichen Zweifel – beide sind jeweils die Jüngsten in ihrer Klasse, der Geburtstag meiner Mittleren liegt gar auf dem Stichtag, also dem letzten Tag der Einziehung (oder wie nennt man das wohl?) – haben sich mittlerweile in Luft aufgelöst. Sie sind beide reif für diese neuen Schritte. Bestätigt wird mir das täglich durch glänzende Augen, stolzer Abmarsch, fröhlicher Erzählschwall und Bestätigung wie toll die Lehrerinnen doch sind und wie total cool die Hausaufgaben… 🙂

A propos Erzähschwall:

Bekamen wir früher aus dem Kindergarten praktisch nichts mit, da der eher wortkarge Grosse beim Mittagstisch meist längst schon wieder „vergessen“ hatte, was am Morgen so alles gelaufen war, kennen wir den Kindergartenablauf jetzt dafür bis ins kleinste Detail („Also zerscht bini inägange, dänn hani Hoi gseit, dänn hani d Schuäh abzoge, dänn hani dFinkä agleit, dänn hani…“ – „Also zuerst bin ich reingegangen, dann habe ich Hallo gesagt, dann habe ich die Schuhe ausgezogen, dann habe ich die Hausschuhe angezogen, dann habe ich…“)

Das Schöne daran ist auch, dass der Grosse plötzlich auch alles aus seinem Schulalltag erzählen mag – geschwisterliche Inspiration. *freu*

Letzthin meldete sich dann nach so einem regelrechten Erzählstrom auch unsere Kleinste zu Wort: (energisch) „Ich au öpis säge!!!“ („Ich auch was sagen!) Dann heulend: „Ich au Chindsgi!“ („Ich auch Kindergarten!“)   Die Arme langweilt sich nämlich sehr, so ganz alleine mit mir zu Hause. Ich koche jetzt regelmässig mit Mamimamimamimami-Soundtrack in den Ohren und einem klammerndem Kind am Bein…

 

Unsere Bücher des Sommers

– Wie bereits schon mein Vater uns Kindern, lese auch ich meinen Kindern „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende vor, zumindest den beiden Grossen. Der erste Teil begleitet uns mehr oder weniger regelmässig durch den Sommer und die Kinder sind begeistert. Wir sind jetzt gut in der Hälfte und ich bin erstaunt, wie viel ich noch von der Geschichte weiss. Mein Vater war und ist aber auch ein begnadeter Vorleser und Stimmenerfinder – ich bin froh, wenn ich nur halb so gut bin… 😉

 

– „Tauben fliegen auf“ von Melinda Nadj Abonji – Während einiger der wenigen ruhigen Momente habe ich mich in diesen Roman über Emigration und dem Leben zwischen zwei ganz verschiedenen Welten vertieft und mich zeitweise in dieser wundervollen Sprache und dem Wortstrudel fast verloren. Sehr berührt hat mich das Buch wohl auch, weil ich mich während meiner Ausbildung intensiv mit den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien auseinander gesetzt habe und diese Gegend und ihre (immer noch gut sichtbare) Geschichte während eines 2-wöchigen Aufenthalts bei einer bosnischen Gastfamilie erleben durfte. Ein sehr sehr empfehlenswertes Buch. Mehr über das Buch auch hier.

 

Unsere Musik des Sommers

– Viele christliche Lieder aus meinem Chor haben uns diesen Sommer begleitet, vor allem bedingt durch sonntägliche Proben, ein Probeweekend und Auftritten. Meine sehr musikalische Mittlere singt meist schon nach zweimaligem Hören gerne und laut mit.

Zum Beispiel „I have been revived“:

 

– Ansonsten vieles quer durch meine ziemlich umfangreiche Musikbibliothek. Zum Beispiel „Ghosts“ von Kensington:

 

Bilder unseres Sommers

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Wenn ich die Fotos anschaue, sieht unser Sommer doch gar nicht so sonnenarm aus… 😉

 

Ich wünsche euch einen sonnigen September, um dem Sommer in allen Ehren Aufwiedersehen zu sagen!

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2 Kommentare leave one →
  1. 3. September 2014 13:13

    Ach wie schön, dass Du wieder Kräfte tanken konntest… der Körper ist ein Wunderwerk, und wenn da eine Kleinigkeit nicht stimmt, dann holpert das ganze System.
    Bei Euren Kindererzählungen bei Tisch wär ich gern ein Mäuschen, ich hör das Schweizerische so gerne. Alles Liebe und einen schönen Spätsommer, Martina 🙂
    PS: danke für Deine lieben Zeilen bei meinem Monatsmotto. ♥

    • 7. September 2014 21:51

      Das ist wirklich so, liebe Martina. Ich bin froh, dass mein Körper und meine Seele wieder im Gleichgewicht sind.
      Ganz liebi grüäss, anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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