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Puzzletage oder ein Tag im Juni

18. Juni 2014

Volle, turbulente, stressige Tage.

                                            Getriebenes, ruheloses, geschlauchtes Ich.

                                                                                        Erschöpfung.

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Tage, Wochen eilen so dahin, für Virtuelles bleibt kaum Zeit. Und doch möchte ich mich später einmal auch an solche Zeiten erinnern können. Sie gehören dazu, zum Leben, und haben ihre Daseinsberechtigung. Deshalb hier ein Bericht des heutigen Tages, ein rastloser Tag wie es im Moment so viele gibt hier… (Leider ganz ohne Bilder, für die fehlte die Zeit und Musse.)

*

Kaum glauben können, dass die Nacht schon um sein soll. Warum sind meine Beine noch genauso schwer wie beim Insbettgehen?

Morgentoilette und die Kinder wecken.

Die Kleinste frisch machen, die Grossen zum Anziehen überreden. Erste Kämpfe mit der Mittleren.

Lüften, Betten, Tischdecken, beim Anziehen nachhelfen. Ziemlich alles gleichzeitig.

Brote streichen, Liebsten verabschieden, Frühstücken, Znüni bereiten, noch mehr Brote streichen. Ziemlich alles gleichzeitig.

Den Grossen ein klein wenig antreiben. Zmorge-Gemütlichkeit ade…

Hören wie die anderen Kinder der Nachbarschaft losziehen Richtung Schulhaus (es ist gerade Projektwoche). Tränen beim Grossen.

Antreiben Anfeuern Motivieren.

Diverse Zähne putzen.

Schuhe plötzlich alle zu klein. Sind die Füsse des Grossen über Nacht sprunghaft gewachsen?

Dem Grossen eine Kusshand nachwerfen und gleich wieder zurückrufen. Trinkflasche vergessen. Meine Schuld.

Abwaschen. Das erste Mal vor Erschöpfung und fiesen Bauchschmerzen kaum stehen können. Sich in weiser Voraussicht für eine Schmerztablette entscheiden. (Schmerzen hormonell bedingt) 😦

Es klingelt an der Tür. Ist das etwa schon die Gemüsekiste? Nein, ein weinender Grosser steht davor. Im Schulhaus war niemand zu finden.

Anruf der Kindergärtnerin. Alle warten im Schulhaus auf meinen Grossen… Hä?!

Eilends alles und jeden eingepackt und Richtung Schulhaus gelaufen. Gemütliches Waskochichheute und Einkaufslisteschreiben ade…

Erfahren, dass der Grosse beim Anblick der leeren Garderobe schnurstracks wieder umgekehrt ist, ohne einen Blick in das Zimmer zu werfen. 😉

Den Grossen am richtigen Ort zurückgelassen und ins Dorfzentrum gekrochen (Wir sind jetzt immer ohne Kinderwagen o. ä. unterwegs *freu*)

Abstecher in Supermarkt, Apotheke und Reformhaus.

Schwer beladen den Berg hoch gekrochen. Das Magenknurren mit einem kleinen Znüni besänftigt.

Nachbarn getroffen und diese beim Hochlaufen nonstop vollgequascht (also die Mittlere). Vor Anstrengung wie ein Walross geschnauft (also ich). Singend hinterher geschlichen (also die Kleinste).

Zu Hause die Gemüsekiste in die Küche gehievt. Einkäufe verräumt, Post gelesen, SMS beantwortet, Gemüsekiste geleert und Kühlschrank gefüllt.

Kämpfe mit der Mittleren – Grund unklar.

Vor Erschöpfung kaum stehen können. Trotzdem mit dem Mittagessen beginnen.

Zur Motivation Mamamusik einschalten. Reklamationen und lautstark plädierte Musikwünsche ignorieren.

Diverse Streite schlichten. Spiel im Wohnzimmer verbieten, dann entstehendes Chaos in ebenselbem zu ignorieren versuchen. Konsequenz ade…

Den Liebsten freudig begrüssen.

Umziehen, in der Pfanne rühren, Kontaktlinsen und Wimperntusche montieren, tischen, Chaos im Wohnzimmer ein wenig ordnen. Ziemlich alles gleichzeitig.

Eine Minisekunde erschöpft aufs Bett legen.

Den Grossen begrüssen, alle sofort an den Tisch rufen.

Einen Happen essen. Mich von der Familie verabschieden und aufs Fahrrad schwingen.

Richtung Schulhaus fahren mit kleinem 12tel Blick Zwischenstopp. (Keine Zeit und Musse für Fotos war also ein kleines bisschen geflunkert. Zeigen werde ich es euch aber trotzdem noch nicht…) 😉

Zweistündige Sitzung. Konzentration ade…

Auf dem Pausenplatz die Kinder und den Autoschlüssel vom Liebsten in Empfang genommen. Dem Liebsten mein Fahrrad für die Fahrt zur Arbeit überlassen und ihn verabschiedet.

Die Kinder in die Obhut meines Schwagers und eines Freundes gegeben.

Wieder ins Schulhaus verschwunden.

Erdbeertörtchen verdrückt. Ziemlich gleichzeitig eine zweistündige Zeugnisbesprechung mit meiner Stellenpartnerin. Gelacht, gezweifelt, geärgert. Noten geben ist nicht toll!

Die Kinder dankbar in Empfang nehmen, auf dem Pausenplatz noch einigen Schülerinneneltern begegnen. Kurz quatschen und schliesslich nach Hause fahren.

Den Grossen 10min zu spät zum Probesingen bringen (für den Kindergarten-Abschlussabend). Pünktlichkeit schon wieder ade…

Zu Hause mehrere verpasste Anrufe und SMS bemerken.

Es klingelt an der Tür. Eine liebe Freundin steht davor und bringt mir den versprochenen Korb. Kurzer Schwatz im Treppenhaus, den die Kleinste für einen lange unbemerkten Kinderzimmerinterieur-Umzug in dasselbe nutzt.

Vor Erschöpfung den Lärm kaum ertragen.

Aufräumen, tischen, Pyjamas anziehen, betten. Auf den Grossen warten.

Znacht essen und von der Mittleren den ganzen Tagesablauf erzählt bekommen. „Ähm, also am Morgen war ich auch dabei.“ „Nein, warst du nicht Mami…!“ 😉

Zähneputzen und abwaschen. Zwei aufgezeichnete Folgen Guätnachtgschichteli gucken – heute ist schliesslich Mittwoch.

Nachtruhe für die Kinder.

Karton für die Abfuhr rausstellen.

Stille Zeit.

Online ein Fotobuch für mein Gschänkliamt in der Schule fertigstellen.

Trotz Erschöpfung plötzlich unbändige Lust auf das Verfassen eines Blogposts bekommen und diesen beginnen…

Den Liebsten zwischendurch begrüssen und fertig schreiben.

*

Hat bis zum Schluss Spass gemacht, also das Niederschreiben. Und der Tag, fragt ihr? Also, hmm, zwischendurch auch… 😉

 

—–

Zum Korrekturlesen habe ich jetzt aber nicht die geringste Lust. Perfektionismus ade… 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare leave one →
  1. 19. Juni 2014 09:21

    Liebe Anja, ein voller Tag, dessen Inhalt für eine ganze Woche auch reichen würde. Ich wünsche Dir, dass Du in diesem Alltagstrubel trotzdem immer wieder ein bissl Ruhe und Zeit zum Durschatmen NUR FÜR DICH findest, pass auf Dich auf!
    Alles Liebe, Martina 🙂

    • 22. Juni 2014 20:15

      Danke, das wünsche ich mir auch 🙂 Spätestens in den Sommerferien, hoffe ich… 😉
      Ganz liebi grüäss und eine entspannte Woche wünsche ich dir, anja

  2. 20. Juni 2014 21:24

    Oh, da fühle ich mich nach dem Lesen schon fast richtig erschöpft… was für ein voller Tag! Hut ab fürs Durchhalten! Wünsche dir jetzt ein friedliches und erholsames Wochenende, und einen etwas gemütlicheren Alltags-Rhythmus für die nächste Zeit.
    LG,
    S.

    • 22. Juni 2014 20:14

      Das Wochenende war wunderbar geruhsam! So kann ich ziemlich erholt in eine leider erneut sehr volle Woche starten… 🙂
      Ganz liebi grüäss, anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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