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Selbst-Reflexion

27. März 2014

Im Gespräch mit meiner Mutter erzähle ich ihr Folgendes über meine Kinder:

Manchmal staune ich über das Verhalten meiner sonst so willensstarken Kinder, wenn sie/wir draussen sind. Schon häufig habe ich beobachtet, wie sie stundenlang, also das meine ich buchstäblich, am Rande des Geschehens stehen und den anderen Kindern beim Spielen zu sehen. Es ist nicht so, dass sie nicht mitspielen dürften, sie halten sich da viel mehr selbst raus… Vor allem, wenn da viele Kinder sind. Und dann, kaum sind die anderen weg, lösen sie sich aus ihrer starren Beobachterposition und beginnen den Platz spielend zu erobern. Das war irgendwie schon immer so. Spannend gell?! Und irgendwie schwer nachvollziehbar…

Das Gespräch nimmt seinen Lauf, wir schweifen ab, sprechen über dies und das, hüpfen von einem Thema zum nächsten. Irgendwann, ich denke längst nicht mehr an das Spielplatzverhalten meiner Kinder, erzähle ich meiner Mutter Folgendes über mich:

Schweigsam und zurückhaltend – ich glaube, so würdest weder du, noch meine Schwestern oder mein Liebster mich beschreiben, gell?! Ich scheine ja nicht gerade auf den Mund gefallen zu sein. Aber weisst du, das ist nicht überall so. Es gibt auch ganz häufig Situationen in meinem Leben, da sitze ich nur schweigend dabei, beobachtend und ein wenig erschlagen vom Umfeld. In grossen Gruppen unter Kollegen oder auf dem Spielplatz unter Müttern zum Beispiel. Ich kann das selber nicht richtig erklären, aber meine Worte fühlen sich da dann ganz überflüssig. Ich ziehe mich zurück und begnüge mich mit der Beobachterposition. Wenn sich die Reihen dann lichten, erwachen auch wieder meine Lebensgeister und meine Stimme kehrt zurück. So ein Verhalten fällt auf, ich wurde auch schon darauf angesprochen, aber ich kann da nicht aus meiner Haut raus. Seltsam gell?!  Und irgendwie richtig kauzig…

 

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4 Kommentare leave one →
  1. 27. März 2014 22:08

    Das kommt mir ganz vertraut vor, liebe Anja, ich finde mich in deinen Worten wieder.
    Liebe Grüsse
    Sarah

    • 30. März 2014 21:30

      🙂 Heb ä schöni Wuche, liebi Sarah! Ganz liebi grüäss, anja

  2. 28. März 2014 23:06

    genau so geht es mir auch in großen gruppen bin ich Zuhörer es dauert bis ich aus mir rauskomme aber so sind wir nun mal gell .lg galina

    • 30. März 2014 21:29

      🙂 Ganz liebi grüäss und einen guten Start in die neue Woche! anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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