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Blick zurück: Die letzten drei Monate im 2013

7. Januar 2014

Immer wieder bringen wir unser Leben in eine Form, immer wieder zerbricht das Leben die Form.

Dieses Zitat von Arno Geiger aus seinem Buch „Der alte König in seinem Exil“ hat mich beim Lesen mitten ins Herz getroffen (wie so vieles in diesem Buch…) und mich in den letzten drei Monaten (des nun schon) letzten Jahres begleitet. So manches Mal musste ich über mich selber lachen, wie ich

  • durch das Leben haste,
  • Pläne schmiede (Wohnpläne, Einrichtungspläne, Blogpostpläne),
  • Ideen ausbrüte (Bastelideen, Ideen für Nachbarschaftshilfe, neue Erziehungsmethoden),
  • Pläne schreibe (Menüpläne, Tagesabläufe, To-do-Listen, Unterrichtspläne)

und mir dann der Alltag, das Leben all das schön Geordnete, Durchdachte, Zurechtgezupfte über den Haufen schmeisst, einfach so. Und ich stehe da und entscheide mich für das lachende Auge… Und ich stehe da und kann nicht anders als hinnehmen. Und ich stehe da, mit offenen Armen und beschliesse, freudig anzunehmen, was da kommt – egal was, egal wann. Mit der Gewissheit, dass alles gut wird, alles gut ist, so wie es ist, so wie es wird, denn da ist einer, der hat alles im Griff…

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Nun, ganz ehrlich, es hat ganz wunderbar funktioniert, ohne Pläne. Es stand zu Mittag immer irgendetwas auf dem Tisch, ja meist sogar auch noch was Gesundes! Die Rechnungen wurden rechtzeitig bezahlt, die Wohnung geputzt, ja sogar die Fenster, irgendwann zu ihrer Zeit, während plötzlich aufgehenden Fenstern mit Zeit UND Lust. Auch die Weihnachtsgeschenke wurden rechtzeitig fertig, sogar früher als je zuvor… Und natürlich kamen auch die Kinder nicht zu kurz, im Gegenteil. Da war plötzlich Raum für viel Spontanität und Komm-lass-uns…

Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass unsere Tage drei Monate lang völlig strukturlos verstrichen. Rituale sind wichtig, gerade mit Kindern und gehören zu unserem Alltag dazu. Feste Mahlzeiten, Mittagspause, Zubettgehzeiten und -rituale – das alles blieb. Und auch mein Unterricht verlief nie planlos. Ich habe vor allem auf die Ichsolltenochs verzichtet und die Tage nicht schon im Voraus strikt durchorganisiert. So blieben so einige Enttäuschungen und Hätteichdochs aus. Und alles lief entspannt. Jeden Morgen gab ich den Tag dem Schöpfer in die Hand und nun, was soll ich sagen… ich wurde nicht enttäuscht und werde es weiterhin so machen 😉

Sonstige Themen in diesen Monaten

– Herbstferien geniessen

– Plötzlich drei begeisterte Abtrocknungs-Helferlein haben

– Legominiteilchen überall und neue Privatsphären-Lösungen für den Grossen finden

– Leben verabschieden, Leben begrüssen

– Trocken werden (endlich, *FelsvomHerzenplumps*)

– Neue schwesterliche Nachbarn (ein langersehnte Gebetserhöhung)

– Guetzli backen und Nachbarn beschenken

– 6ter Hochzeitstag feiern und das 7te Ehejahr antreten

Monatsbücher

– Na klar, „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger natürlich. Unbedingt empfehlenswert, vor allem für Angehörige von demenzkranken Menschen.

„Ein Märchen im Schnee“ von Loek Koopmans – Ich weiss nicht, wieviele Male ich dieses nacherzählte russische Märchen meinen Kindern vorlesen musste, aber es wurde auch mir nie langweilig…

Monatsmusik

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Monatsbilder

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Tanzende Piraten-Prinzessin

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P.S. Das kitschige Initialenherz habe nicht ich begonnen, neinnein, mein Liebster wars… 😀

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Euch Mitlesenden wünsche ich von Herzen ein planlos glückliches Jahr, mit herzerwärmenden Sonntagsfreuden an jeder Ecke und viel Gesundheit und Gottes Segen!

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