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Der heutige Tag oder ein Tag im November

28. November 2013

Einen Monat und einen Halben dazu war es still hier. So lange wie noch nie, seit ich schreibe. Angefangen hat alles mit meiner Statistik. Zu lange schob ich es vor mich her, immer wieder gesehen, aber erfolgreich verdrängt. Und dann das. Benutzter Speicherplatz 99.9% stand da. „Wie weiter?“, fragte ich mich. Einen neuen Blog eröffnen, neuen Speicherplatz dazu kaufen, Fotos löschen? Die Frage lähmte mich und so liess ich sie ruhen. Und ruhen und ruhen… Und es tat gut, so gut. Ich schränkte darauf auch meine Kommentiererei auf anderen Blogs ein und liess mein virtuelles Ich ein wenig ruhen. Im echten Leben steppt der Bär oft heftig genug, wieso mir noch zusätzlich virtuelle Pflichten aufbürden? Tja, und wirklich. Das Leben hatte mich voll im Griff. Da gab es Kinder zu knuddeln, Wäscheberge zu bewältigen und den Kochlöffel zu schwingen. Schulvorbereitungen zu treffen, längst begonnene Nähprojekte zu beenden und sich dieses Jahr einmal frühzeitig für die Adventszeit zu rüsten. Abende voller Pendenzen, Abende mit dem Liebsten, Abende nur ich und ein Buch (tatsächlich! Und es war kein Kinderbuch!) Und es galt neues Leben zu begrüssen und älteres Leben zu verabschieden.

Tage, ja Wochen voller Chaos und Ruhe, Freude und Trauer, Gezanke und Eintracht, Höhen und Tiefen…

Und es ist gut, so wie es ist. Und doch… Mein Handy ist voller Fotos, die ausser mir niemand sieht, meine Blogstatistik zeigt konstant die immer etwa gleich grosse Besucherzahl an (Danke! Ihr seid so toll!) Und wohin sonst mit diesen wirren Gedanken im Kopf? 😉

Und da bin ich also wieder… 🙂 Wie regelmässig weiss ich noch nicht. Wöchentlich einspannen wie mit den wöchentlichen Freitagsposts möchte ich mich im Moment nicht. Gerne möchte ich an den Adventssonntagen aber wieder solche 4‘33‘‘-Posts erlauschen…

Für den Wiedereinstieg aber etwas anderes: Wie einfacher das Schweigen brechen als mit einem Tag im November?!? 😉

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  • Erst um 7:20 Uhr aufgestanden, zu spät also. Daher Katzenwäsche und schnelles Anziehen.
  • Vom längst wachen Grossen begrüsst werden.
  • Mädels wecken und anziehen. Betten.
  • Erste Scherben kehren –  die Kleinste half dem Grossen den Tisch zu decken…
  • Frühstücken und die zappelnde Mittlere das erste Mal aufs Klo schicken (juhu, langsam langsam scheint es auch hier zu klappen)
  • Den Grossen verabschieden, Zähneputzen
  • „Chlüpperli“ (=Wäscheklammer) gemeinsam verschieben (etwas, was ich euch schon sooo lange zeigen möchte, vielleicht morgen oder übermorgen oder so) 😉

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  • Abwaschen während die Mittlere friedlich Weihnachtswunschlisten erstellt (das wünsch ich und das und das und das) und die Kleinste jedes Mal ihr Einverständnis mit einem lauten Jaaaa, überzeugtem Nicken und Dädo! gibt.
  • Ersten Streit schlichten und Schnuddernasen putzen.
  • Auf dem nun sauberen Tisch das aktuelle Lieblingsspiel spielen.
  • Vom Klingeln an der Türe unterbrochen werden und einen wunderschönen Adventskranz aus Schwiegermutter‘s Händen entgegen nehmen dürfen.
  • Plaudern und dabei den Kranz mit von den Kindern letzte Woche ausgesuchten Kerzen bestücken (Rosa wollte der Grosse, Goldene die Mädels, bei Silbern waren dann alle dabei…)
  • Nachdem die Schwiegermama weg ist, den Kranz fertig schmücken wollen und…
  • …durch einen kleinen Unfall davon abgehalten werden. Also abduschen und Hosen wechseln…
  • Telefon entgegen nehmen und einer Freundin Tipps für eine zu planende Lektion geben, während die Kinder sich mehr oder weniger friedlich bemalen.
  • Fertig kränzeln und mit einem Ohr Ami Sabi mithören.

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  • Ein bisschen Liebe für alle.
  • Zu kochen beginnen, heute ein neuländisches Rezept: Thymian-Ricottagnocchi mit Vanillerüebli.
  • Dazwischen wiederholtes auf Toilette schicken.
  • Unordnung begutachten, dann weiter kochen und Befehle rüber schreien beim Aufräumen assistieren.
  • Den Grossen begrüssen und lecker essen (für einmal einstimmiges Urteil).
  • Sauber bezahnt wird umgezogen und die Kleinste ins Bett verfrachtet.
  • Die Mittlere antreiben anfeuern  und mich ein ganz kleines bisschen aufregen, weil aaaaaaallllllleeeeeees soooooooooooooo laaaaaaaangsaaaaaaaaaamm geeeeeeeht…
  • Damit das Gestürme endlich ein Ende findet Aus Gutmütigkeit die Kinder tätowiert.
  • Der Mittlere beim Zusammensammeln sämtlicher Mittagsschlafgesellen geholfen und sie dann allesamt zugedeckt.

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  • Abwasch mit leider nur 5minütiger Hilfe des Grossen, heute ist Schmetterlingsnachmittag im Kindergarten.
  • Alleine weiter gemacht.
  • Den längst vertrockneterfrorenen Basilikum (Hättet‘s ihr erraten?) entsorgt und die Post geholt. Leider nichts Spannendes, dafür eine Augenweide vor der Wohnungstür (Der Igel hält seinen Winterschlaf, aber Svea’s Eule macht sich doch auch gut, oder?!)
  • Stille Zeit.
  • Mitten drin ein Telefonat mit dem Liebsten mit möglicherweise eventuell wer weiss bahnbrechenden Neuigkeiten.

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  • Die Mädels geweckt und reisetauglich ausgerüstet.
  • Thymiantee für meine hustengeplagten Kinder und den in Kürze erwarteten Besuch gekocht.
  • Wild zu Linard Bardill getanzt (hier vorgestellt).
  • Besuch begrüsst und die Kinder kleinstenlos nach draussen entlassen.
  • Tee und Schwatz.
  • Die drei anderen zum Zvieri gerufen und das Treppenhaus feucht aufgenommen – es ist eindeutig Herbstmatschezeit…
  • Das Im Wohnzimmer verwüstet gespielt.
  • Den Besuch verabschiedet und gleichzeitig den Liebsten begrüsst.
  • Chaosbewältigung zu fünft, Kurzumfrage am Telefon und dann Znacht bei Kerzenschein.
  • Erneutes Scherben aufkehren und die Kinder bettfertig machen.
  • Noch einmal ein Kurztelefonat (so viel telefoniert wird hier sonst nie…)
  • Nach der Leserunde die Kinder zu Bett bringen und sich, nach wiederholtem „Mami, ich muäss no…“, über die einkehrende Ruhe freuen – mit etwas Süssem in der Hand, versteht sich…
  • Den kränkelnden Liebsten ins Bett schicken und den Laptop entstauben.
  • Nach 30minütigen Updates diesen Post hier beginnen…

Ähnliche Posts findet ihr hier bei Maria…

PS. Ich habe mich für die Speicherplatz-dazukaufen-Methode entschieden, werde ab jetzt aber noch häufiger nur Handyfotos posten. Was ich an Qualität einbüsse, gewinne ich an Platz. Und gleichzeitig verringert die schlechtere Qualität hoffentlich das Risiko, allzu häufig über Google Bilder oder ähnliches kopiert zu werden… Ich hoffe, ihr verzeiht mir.

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10 Kommentare leave one →
  1. 29. November 2013 09:51

    Hei, hallo, willkommmen zurück, liebe Anja! Die Zeit vergeht so schnell… und Du sagst es, der reale Alltag benötigt uns manchmal sehr (vielleicht mehr als uns lieb ist, doch da gibt es kein Nachfragen). Bei Euch sind die Tage ja wirklich voll! Das kann ich mir als Mama von (nur) einer Tochter gar nicht vorstellen dieses Gewusel. Doch es tönt schön.
    Ich wünsch Dir alles Liebe und freu mich über jeden Post, egal wie unregelmäßig oder nicht. Und Handyfotos haben einen eigenen Charme, macht den Alltag einfach realistisch. Zumindest geht es mir so, dass mir einfach die Muße fehlt, den Fotoapparat zu holen. Und bis es dann soweit ist, sind manche Aktionen schon wieder vorbei.
    Kurz, schön dass Du wieder da bist! *umärmel* Martina 🙂

    • 29. November 2013 20:54

      Danke für deinen lieben langen Begrüssungskommentar 🙂 Stimmt, wuselig ist es hier immer. Ich habe gestern erst beim Niederschreiben gemerkt, wie viel eigentlich los war, obwohl ich den Tag eher als gemütlich und unbeladen eingeschätzt hatte – so vom Gefühl her. Ich meine, wir waren nicht einmal draussen… 😉
      Ganz liebi grüäss und alles liebi, anja

  2. 29. November 2013 17:48

    Freue mich dass du wieder da bist.
    Bettina

    • 29. November 2013 20:50

      Und ich freue mich über deinen Besuch! 🙂
      Ganz liebi grüäss, anja

  3. Sybille permalink
    1. Dezember 2013 13:17

    Schön von euch zu lesen! 🙂
    Wünsche euch einen feinen 1. Adventsonntag.
    LG
    S.

    • 10. Dezember 2013 10:41

      Und ich wünsche dir eine gute Woche! Sehr geschäftig geht es bei dir zu und her, so aus der Ferne betrachtet… Schön!
      Ganz liebi grüäss, anja

  4. zwergental permalink
    8. Dezember 2013 21:46

    Habe mich die ganze Zeit gewundert wo du bist und nun bist du da und bei dir ist viel los und so schön lebendig ich freue mich .lg galina

    • 10. Dezember 2013 10:40

      Schön, dass auch du da bist! 🙂
      Ganz liebi grüäss, anja

  5. 14. Dezember 2013 20:40

    wuuuunderbar, dass du wieder da bist (und wuuunderbar, dass ich das auch mal endlich kommentiere!). alles, alles liebe!!! maria

    • 15. Dezember 2013 16:33

      Wirklich schön, hast du hier vorbei geschaut! Über einen Kommentar einer solchen Berühmtheit freue ich mich immer besonders 😉
      Ganz liebi grüäss, anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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