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Blick zurück – Januar 2013

31. Januar 2013

Ein kurzer Blick zurück am Ende jedes Monats, um dann mit neuer Energie in den nächsten zu starten.

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Themen des Monats

Startschwierigkeiten – Neues Jahr, voller Elan ins neue Glück könnte man meinen. Leider ist dem hier nicht ganz so… Ich habe wie jedes Jahr Startschwierigkeiten, denn dem Januar läuft auf meiner Monatsrangliste nur der November den Rang des unbeliebtesten Monats ab… So richtig auf Touren bin ich also noch nicht. In meinem Kopf schwirrten da zwar tausend Ideen und kreative Projekte herum, so einiges liegt angefangen und beinahe fertig in meinem Näh-Korb. Es gäbe Pakete, die längstens verpackt und zur Post sollten, Fotoalben und Kindertagebücher, die nach auf einer Aktualisierung schreien warten und uuunzählige zu stopfende Löcher in Kinderhosen (schon wieder! Kaum sind die letzten Hosen geflickt, haben die ersten eins zwei drei schon wieder ein Loch! Ob wir Mäuse haben?!) 😉 Naja, vielleicht nächsten Monat?

Unausgewogen – Mit dem ersten Punkt hängt wohl auch der zweite zusammen: Ich gehe momentan unverhältnismässig oft in die Luft. Scheinbar jede Kleinigkeit, ein paar Dezibel zu laute Kinderstimmen oder eine unbedacht platzierte Bemerkung lassen manchmal ungeahnte Emotionen hochkommen. Liegt es an der Jahreszeit, den beengenden Raumverhältnissen, dem gefühlten Dauerstress oder vielleicht an den VollmondHalbmondLeermondMeinenTagen? Ich weiss es nicht, weiss nur, dass es so nicht in Ordnung ist. Ich reagiere laut auf Kinderlärm, packe meine Kinder manchmal ein wenig zu fest an den Schultern als Reaktion auf ihre Handgreiflichkeiten gegen die Geschwister, schreie zurück, wenn ich im Trotz Widerstand angeschrien werde. Eine Folge davon ist ein permanent schlechtes Gewissen. Wie beschämend, welche Seiten meine eigene Familie manchmal von mir zu sehen kriegt, während mich andere oft freundlich lächelnd antreffen. Was bin ich bloss für eine Rabenmutter? Gestern dann eine vom Kopf endlich im Herzen angekommene Erkenntnis. Der erlösende Gedanke: Hey, du bist keine Übermutter, nur ein gerade etwas unausgewogener Mensch mit seinen Fehlern. Mein Verhalten meinen Kindern, meinem Liebsten (und manchmal auch meinem sonstigen Umfeld) gegenüber ist nicht immer in Ordnung, nein. Viel wichtiger ist es aber, wie ich im Nachhinein mit meinen Fehlern umgehe.

Versuche ich sie zu vertuschen und gar dem anderen in die Schuhe zu schieben?

Suche ich tausend Gründe und Erklärungen für mein Verhalten?

oder

Gebe ich offen zu, dass ich falsch gehandelt, überreagiert habe und bitte um Vergebung?

Überlege ich mir, wie ich mich ein nächstes Mal in einer ähnlichen Situation verhalten könnte?

Seit ich denken kann, übe ich die zweite Variante, nicht nur Erwachsenen, sondern auch (meinen) Kindern gegenüber. Wie wichtig diese Aussprachen oft sind, sehe ich immer wieder. Bei jedem Mal lassen wir die Situation ge- und bestärkt hinter uns. Es bleibt aber ein stetiges Übungsfeld. Wie viel einfacher und angenehmer wäre doch so oft die erste Variante… Besonders schön ist es, wenn auch die Kinder explizit so eine Aussprache wünschen und/oder einfordern. Dann weiss ich wieder, wir sind auf dem richtigen Weg…

– Umzugswünsche – Ein ewiges Thema. Viele Wohnungen angeschaut, weiter geträumt, hoch geflogen, tief auf den Boden der Realität gefallen – immer wieder. Ein stetes Auf und Ab das alles. Und doch ist da die Gewissheit, dass es gut kommt – irgendwie, irgendwo, irgendwann… 😉

 

Bücher des Monats

Gleich zwei Bücher von Joni Eareckson Tada. Ihre Biografie und das hier schon kurz gezeigte Buch „Sehnsucht nach Heilung“. – Joni ist seit ihrem 17. Lebensjahr querschnittsgelähmt und leidet seit einiger Zeit unter fürchterlichen chronischen Schmerzen. Ihre Gedanken gestützt auf ihren christlichen Glauben sind sehr beeindruckend und hoffnungsfroh.

– Die Sachbücher „Alles was ich wissen will“ Teil 1 und Teil 2 von Janet Cook und Jane Chisholm. – Ich besitze diese Bücher dank meinem lieben Papa seit meinem 10. Lebensjahr und liebte sie damals schon heiss und innig. Ich kann mich erinnern, die Bücher gleich von vorne bis hinten verschlungen und auch danach immer wieder darin geblättert zu haben. Unheimlich komplexe Vorgänge werden in leicht verständlichen Worten erklärt, unterstützt durch die einleuchtenden und schönen Zeichnungen. Ich denke, auch die aktuellen Versionen sind ähnlich aufgebaut und empfehlenswert.Aktuell waren die Bücher in diesem Monat durch meine Schulkinder, welche alle je ein selbstgewähltes Thema erforschen und dabei Sachwissen aus zahlreichen Bücher und anderen Medien zusammentragen…

 

Musik des Monats

Bei meinen Kindern sind gerade die Kinderlieder von Dieter Wiesmann hoch im Kurs. Am allerliebsten natürlich „De Tuusigfüessler Balthasar“.

Aber auch Schriibmaschine Kunigund – Dieter Wiesmann ist stark im Trend…

 

Lieblingsbilder des Monats

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Heute hatten wir mit milden Temperaturen und viel Sonnenschein schon eine kleine Vorahnung vom Frühling. Zuerst aber auf in den Wintermonat Februar. Er ist ja kurz und – zumindest bei uns – fast vollständig mit Ferien ausgefüllt… 😉

 

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11 Kommentare leave one →
  1. 31. Januar 2013 23:50

    Ach ja, wir emotionalen Mamas… 😉 Ich verstehe dich soooooo gut, weisst du! Und ich habe dich noch nie anders erlebt als liebevoll und geduldig. Das 1. Bild deiner Lieblingsfotos ist einfach unglaublich schön. Wie ein Märchenbild, Hänsel und Gretel, ganz zauberhaft und berührend. Und was die Wohung angeht; hey, ich bin auch wieder tief gefallen. Ansehen, mögen und dann erkennen, dass es einfach nicht klappt… Wir sollten Lotto spielen, wir zwei 😉 Nein, im Ernst; ich habe auch ganz viel gebetet in letzter Zeit. Und gelesen. Und mir kommt es so vor, als würde ich eine Art Antwort „hören“: Nicht jetzt. Nicht aus eigener Kraft. Als würde Gott mir zeigen wollen, dass ich zu viel erzwingen will und mich zu sehr an meine TRäume hänge (ach ja…). Dabei will er mich doch führen und die Dinge für mich regeln. Wenn ich mich mehr auf ihn konzentrieren könnte, dann hätte er auch den PLatz in meinem Leben, um mich zu verändern und mein Leben so zu gestalten, dass es mich … dass es zu mir passt, da Richtige ist für mich. Mitsamt Haus. Und Hof. Oder eben nciht. Nicht so einfach, das Leben, stimmts? Aber ich glaube ganz fest, dass es gut kommt. Auch für euch. Und im GRunde haben wir ja alle schon so viel! Schau dir nur malseine unglaublich süssen Knöpfe an! 🙂 Die sind wirklich unbezahlbar.
    herzliche Grüsse
    Bora (die oft an dich gedacht hat in letzter zeit)

    • 3. Februar 2013 23:16

      Ja, du hast völlig recht! Und immer, wenn ich mir dem bewusst bin, dann geht es mir gut. Nur wenn ich es aus eigener Kraft und jetzt sofort schaffen möchte, dann falle ich jedesmal tief und werde schmerzhaft daran erinnert, dass ich mich und meine Wünsche vielleicht nicht ganz so ernst nehmen sollte. Genau „hinhören“ wie du schreibst…
      Ganz liebi grüäss, anja, die so dankbar ist für ihre süssen Knöpfe… 😉

  2. 1. Februar 2013 13:14

    Liebe Anja! Unsere Kinder sind unsere größen Lehrmeister, sie zeigen uns, wann es Zeit ist, ein bisserl mehr auf uns zu schauen. Deine Gedanken und Gefühle zu Deiner momentanen Unausgeglichenheit kann ich gut nachfühlen, manchmal ist es einfach so. Wie gut ist es, dass Ihr eine verständnisvolle Familienkommunikation habt! Ich wünsche Dir ein paar Zeitfenster nur für Dich, damit Du wieder mehr Innere Ruhe finden kannst. Alles Liebe, Martina 🙂
    PS: Dein erstes Foto schaut aus wie im Märchenbuch, das war auch mein erster Gedanke. Sooo süß,Deine Zwerge!

    • 3. Februar 2013 23:21

      Ja, ein wenig Zeit für mich und ein bisschen Erdung im Gebet täten mir gut..
      Gell, ich lieebe das erste Foto und „märchenhaft“ beschreibt es perfekt. 🙂 Ganz liebi grüäss, anja

  3. 1. Februar 2013 17:46

    Ein schöner Monatsrückblick! Ich schätze es sehr, dass du auf deinem Blog auch deine Gedanken zu den holprigeren Passagen im Mamasein zeigst. Ich glaube, es ist – wenn es von guten Aussprachen begleitet wird wie bei Euch – auch für die Kinder gut zu sehen, dass auch die Erwachsenen nicht immer ausgeglichen sind und es auch nicht immer schaffen, souverän die zu sein, die sie sein wollen. Ich wünsche dir ganz viel Sonnenschein. Die Zwergenfotos sind allerliebst.

    • 3. Februar 2013 23:25

      Vielen Dank für deine Worte, Katharina! Die tun gerade speziell gut. Ganz liebi grüäss, anja

  4. 1. Februar 2013 18:19

    das oberste Bild ist wirklich ganz besonders schön! ein ebensolches Wochenende und liebe Grüsse!

    • 3. Februar 2013 23:26

      Es ist vermutlich mein Lieblingsbild des Jahres, auch wenn das Jahr noch jung ist… 😉 Ganz liebi grüäss, anja

  5. 5. Februar 2013 21:11

    Ich war heute auch eine aussetzungswürdige Rabenmutter…habe genervt nölend auf das genervt nölende Kind reagiert (statt ganz erwachsen drüberzustehen, über meinen Schatten zu springen und es in den Arm zu nehmen), habe das wütend trotzige Kind auf sein Zimmer geschickt, habe mich mit ihm versöhnt, nur um beim nächsten genervten Nölen wieder von vorn anzufangen…es gibt so tage, da ist einfach der Wurm drin, da guckt man sich selbst zu, wie man die Dinge „falsch“ macht und kann nix dagegen tun, ist einfach auch nur ein müder zurücknölender Mensch. Und es fällt mir unheimlich schwer, das manchmal einfach zu akzeptieren, statt verkrampft dran herumzudoktorn… Lange Rede, kurzer Sinn: Kenn ich – sehr gut!

    (wir Rabenmütter, wir ;-)!)

    • 8. Februar 2013 22:25

      Ja ehrlich, das akzeptieren solcher Tage (und meiner Rabenmutterseiten) finde ich auch das Schwierigste daran… Schön, dass es uns irgendwie allen gleich geht, gell!?
      Ganz liebi grüäss, anja

Trackbacks

  1. Unsere belesene Woche « raniso

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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