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Pures Glück

13. September 2012

Wenn mein Morgen zwar früh, aber gut ausgeschlafen und ganz ohne Grund gutgelaunt beginnt, die kurz behüpfte Waage auch komplett angezogen und mit Frühstück im Bauch seit einer Ewigkeit (3 Jahren!) wieder einmal den nächst tieferen Zehner vorne anzeigt, die Kinder noch friedlich schlummern und durch den Liebsten und die bald eintreffende Grossmutter bestens versorgt gewusst sind, wenn ich mich dann auf meinen Drahtesel schwinge und mir ein kalter Wind das letzte Bisschen Schläfrigkeit aus dem Gesicht pustet – kann es nur ein guter Tag werden…

 
…wenn ich pünktlich um 8:10 Uhr alle Vorbereitungen getroffen habe, die mir anvertrauten Kinder laut enthusiastisch das Schulzimmer betreten – lernfreudig und motiviert – wenn die gewählten Themen dann aus den Socken hauen ganz gut ankommen, die Abläufe passen, die Sequenzen aufgehen,  wenn konzentriert gearbeitet, gerätselt, geflüstert, gefragt, diskutiert, geschrieben, gelacht, gekritzelt, gemahnt, zugehört, bestaunt, probiert, gerufen, geschwiegen und intensivstens gemalt wird, wenn das Mittagsklingeln schliesslich ganz unverhofft und überraschend ertönt – scheint es ein perfekter Morgen.

…wenn das Mittagessen gesund und lecker schmeckt, mit frischer Energie die letzten Vorbereitungen getroffen und ein ähnlicher Schulnachmittag Einzug hält, wenn ich kurz nach Schulschluss dem Klassenzimmer den Rücken kehre und kräftig in die Pedale trete, ich dann vor der Haustüre von drei Kindern freudig erwartet und umarmt werde (mit einigen ziemlich eindeutigen Such- und Ruderbewegung Richtung Brust von einer Seite ;-)), wenn sich die zwei Grossen dann noch friedlich mit den Nachbarskindern verweilen und ich wäscheabhängend ein kleines Schwätzchen mit meiner Mutter halten darf, bevor sie den nächsten Zug nach Hause nimmt – könnte es nicht besser kommen, oder?

…wenn ich dann heiter das Eintreffen meines „Berufs-Wochenendes“ realisiere, nach einem friedvollen Nachtessen am Tisch mit den Kindern aus voller Kehle singe, sie mir ohne übliches aus der Nase ziehen mit Freude von ihrem Tag erzählen und ich von meinem, wenn die Kinder dann in grösster Verbundenheit zu dritt im Zimmer spielen, während ich abwasche, sie freiwillig und ohne zu zögern ihr Zimmer aufräumen und sich in ihre Schlafanzüge stürzen, um danach eine Gutenacht-Geschichte zu geniessen, wenn sie schliesslich dick eingemummelt und glanzäugig im Bettchen liegen, mir einen dicken nassen feuchten Schmatzer auf die Wange klatschen und wohlig gähnen, wenn sie kurz darauf die Äuglein schliessen, tief und regelmässig atmen und ich auf unserem Sofa zwischen die Kissen sinke… – ist’s mehr als ein guter Tag, nicht wahr?! Es ist pures Glück…

 

 

Nicht zuletzt deshalb, weil ich ganz genau weiss, wie komplett gegensätzlich so ein Tag ablaufen kann…

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One Comment leave one →
  1. 13. September 2012 21:43

    Das klingt doch herrlich! Diese Tage sind es, die Kraft und Energie für „die anderen“ Tage geben. Alles Liebe und noch viiiele weitere glückliche Tage, Martina 🙂

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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