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Glücksmomente

19. April 2012

Ich erlebte das erste Jahr mit Baby bisher immer als unglaublich beglückend, wunderschön und intensiv, aber immer auch als unheimlich anstrengend und kräftezehrend. Bei den beiden ersten Malen wurde ich die ersten 6 Monate immer ziemlich verschont von schlechter Laune, blanken Nerven und Ungeduld. Ich nannte das die rosarote Brillen-Zeit. Bei der Mittleren folgte dieser Phase eine tiefe Krise, die Hebamme sprach auch von postnataler Depression, aus der ich mich nur langsam befreien konnte. Nun, dieses Mal scheint sich der Babyblues schon viel früher bemerkbar zu machen – vielleicht auch, weil ich dieses Mal vermehrt auf ungute Zeichen achte…

Selbstzweifel und schlechtes Gewissen meinen Kindern, aber auch meinem Liebsten gegenüber, nagen an mir, täglich. Wie schon erwähnt, ich bin sehr kritisch und pingelig mir selbst gegenüber, und fühle mich, als könnte ich es niemandem Recht machen – auch wenn mir gar niemand solche Vorwürfe macht. Klar, es gibt zwischendurch kleinere Lichtblicke, doch die Grundstimmung bleibt. Mir scheint, ich stelle viel zu hohe Ansprüche an mich selber.

Höchste Zeit also, dass ich mir – und auch euch – die schönen Momente vor Augen führe, welche es selbstverständlich auch hier täglich gibt. Ich scheine sie jedoch oft zu vergessen, wenn ich den Selbstzweifeln zu viel Raum gewähre. Aber: Genau deswegen habe ich doch das Bloggen begonnen, um mir vor allem der Glücksmomente in unserem Leben bewusst zu werden. Momente, in welchen ich sagen kann: „Schau dir die Kinder an! Wir machen schon alles richtig!“ und die Du-machst-nicht-genug-für-und-mit-den-Kindern-Gedanken verstummen.

Völlig ins Spiel vertiefte Momente etwa…

 

Sturm- und Drang-Momente…

 

Staunende, selbstvergessene Momente…

 

Bewegte, actionreiche Momente…


Ruhige, gestittete Momente…

 

…und Ausnahmezustände…

 

Ja, Glücksmomente. Momente, wo man tanzen könnte vor Glück…

 

Oder hoch sehen, in den wolkenfreien Himmel und Danke sagen. Danke für den reichen Segen.

 

——

Die zwei letzten Fotos stammen aus dem Zürcher Zoo. Eigentlich schon fast einen eigenen Post wert. Vielleicht komme ich ja bald dazu?

 

 

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4 Kommentare leave one →
  1. 20. April 2012 09:00

    Die Glücksmomente zu sammeln ist auf jeden Fall eine tolle Idee. Eine Freundin von mir macht das täglich am Abend, wie eine Art Gebet sozusagen, sie schreibt ihre Glücksmomente des Tages in ein kleines Heftchen. Bei einem Blog kann man hingegen auch mit Fotos sehr viel Schönes festhalten, woran sich die Erinnerung dann orientieren kann.
    Ja, je kleiner die Kinder, desto anstrengender kann es sein, das stimmt schon und ich hab’s nicht vergessen. Wenn sie größer werden, ist es dann „anders“ anstrengend. Doch zumindest kann man nachts richtig gut schlafen. :))) Das war für mich in den Kleinkindzeiten das größte Problem, dieses selten Ganz-Wach-Sein am Tag, weil es ja nachts meistens hoch herging, überhaupt im ersten Jahr. Und ich bin einfach ein Mensch, der seinen Schlaf braucht. Ich hatte oft das Gefühl, aus dieser Müdigkeit heraus schaffte ich es gar nicht so richtig, die schönen Momente richtig zu genießen, also so voll und ganz.
    Von den hohen Ansprüchen mir selbst gegenüber (aufgeräumte Wohnung, keine Wäscheberge usw.) konnte ich mich glücklicherweise schnell verabschieden. Es ist schon hilfreich zu lernen, sich auch im Chaos wohl zu fühlen, also ich meine, die eigene Stimmung nicht davon abhängen zu lassen. (Klar wäre es super, wenn immer „alles“ stimmen würde, auch für das Auge! kleiner Seufzer. Bitte keine unangemeldeten Besuche… :)) Das geht leichter, wenn man sozusagen „anders“ streng mit sich ist und Prioritäten setzt: an erster Stelle steht dies und das… und basta, der Rest nur, wenn es geht. Für mich habe ich jedenfalls dieses Rezept gefunden, frei nach dem Motto „die 5 eine gerade Zahl sein lassen“ (so sagt man bei uns, also wenn man sagen will, dass man sich die Freiheit nimmt, es nicht allzu genau zu nehmen).
    Ganz liebe Grüße, und Kopf hoch, den meisten Müttern geht es vor allem in den ersten Jahren ähnlich!
    (Die Kinderbilder sind übrigens so süß, vor allem das erste!)

    • 23. April 2012 21:23

      Ich brauche auch sehr viel Schlaf, gehe aber oft zu spät zu Bett, weil ich meine „freie“ Zeit möglichst optimal nutzen möchte. Dabei wäre sie mit Schlafen wohl oft am besten genutzt… Ich freue mich auf jeden Fall schon auf durchgeschlafene Nächte, wenn das wahrscheinlich auch noch dauern wird…
      Vielen Dank für deinen Kommentar übrigens, er hat mir sehr gut getan!! Ganz liebi grüäss, anja

  2. 20. April 2012 15:02

    Welch wundervolle Glücksmomente du da gesammelt hast!! Ja, für mich ist es eindeutig besser, das Gute und Schöne in den Vordergrund zu rücken – ganz nach dem Motto „Halte dein Gesicht in die Sonne, dann fallen die Schatten hinter dich“ und was den Haushalt betrifft „Tür zu… oder hinter mir die Sintflut…“ –
    ich glaube, viel zum Gefühlsleben trägt auch das Schlafpensum bei. Ganz am Anfang machte mir der Schlafmangel nicht so viel aus, aber je länger die unruhigen Nächte andauerten, umso schwieriger wurde es. Für mich war es dann einfach ein Schritt zu meinem Mann zu sagen: „Bitte versuch du mal eine Nacht komplett alleine die Kinder zu versorgen“ (bei Zwillingen natürlich eine gewagte Bitte *grins*), ich konnte aber einfach nicht mehr. Das haben wir dann immer wieder mal so gemacht und es war so eine kleine Lösung, die für uns alle gut zu handhaben war. Allerdings erst nach der Stillzeit bzw. der Zeit, wo es in der Nacht keine Mahlzeiten mehr brauchte. Ach ja, und ich habe noch ein kleines Allheilmittel für Frusttage… Schokolade, die ganze Tafel auf einmal 🙂
    Alles, alles Liebe – und viel Freude am Glücksmomente sammeln, das tut gut!!!!
    maria

    • 23. April 2012 21:20

      Jaaa, diese Müdigkeit… Ich stille schon noch eine Weile und wenn die Kleine so tickt wie die Mittlere (was ganz danach aussieht), werde ich noch knapp ein Jahr in der Nacht stillen müssen. Also Schokolade… 😉 Ganz liebi grüäss, anja

Ich freue mich sehr über jeden Kommentar... :-)

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